Der Februar ist der Monat für Kenner des isländischen Winters. Er bietet alles, was der Januar zu bieten hat (Eishöhlen, lange Nordlichtnächte, verschneite Landschaften) und schenkt dir obendrein zwei wertvolle Stunden mehr Tageslicht, statistisch stabileres Wetter und einen Veranstaltungskalender, der die Hauptstadt aufleuchten lässt. Wer den echten Wintercharakter Islands mit etwas besseren Chancen erleben möchte, für den ist der Februar der ideale Monat.
Was den Februar besonders macht
Das Tageslicht nimmt rasant zu: von etwa 7 Stunden Anfang des Monats auf 10 Stunden Ende Februar, wobei der Sonnenaufgang so spät erfolgt, dass ihn niemand verpasst. In Reykjavík liegen die Durchschnittstemperaturen bei etwa minus 2 bis plus 3 °C (28 bis 37 °F). Die typischen Aktivitäten des tiefen Winters laufen noch auf vollen Touren, aber die heftige Sturmhäufigkeit des Hochwinters beginnt nachzulassen. Hotels und Flüge bleiben bis kurz vor dem Frühjahrsbeginn im Niedrigsaisonpreis.
Die besten Aktivitäten auf Island im Februar
1. Eishöhlen in ihrer letzten Hochphase
Der Februar ist der letzte volle Monat der Kristallhöhlensaison unter dem Vatnajökull (die Saison endet typischerweise im März, wenn das Schmelzwasser zurückkehrt). Die Höhlen wurden den ganzen Winter über kartiert und stabilisiert; Touren von Jökulsárlón aus fahren täglich. Wenn die blauen Höhlen das Herzstück deiner Reise sind, solltest du die Buchung nicht über diesen Monat hinausschieben.
2. Nordlichter mit besseren Chancen
Etwa 14 bis 16 Stunden Dunkelheit, kombiniert mit einer Wolkenbedeckungsstatistik, die sich historisch gesehen im Vergleich zum Hochwinter verbessert. Die Aurora ist nicht auf Abruf verfügbar, aber die Kombination aus langen Nächten und stabileren Himmeln macht den Februar zu einem der klügsten Jagdmonate des Jahres. Plane mindestens vier Nächte ein, behalte vedur.is im Blick und fahre in die Dunkelheit hinaus.
3. Das Winterlichterfestival
Anfang Februar kämpft Reykjavík mit Licht gegen die Dunkelheit: Fassaden von Gebäuden werden zu Leinwänden für Projektionen, die Museumsnacht öffnet die Sammlungen bis spät in den Abend und kostenlos, und die Poolnacht hält die Geothermal-Pools mit Musik und Dampf bis in die Nacht geöffnet. Es ist das charmanteste Festival der Hauptstadt und kostet keinen Cent.
4. Wintersport im Norden und Süden
Hlíðarfjall oberhalb von Akureyri erlebt mit zuverlässiger Schneedecke und flutbeleuchteten Abenden die Hochsaison, die Heli-Ski-Anbieter auf der Trollhalbinsel starten Ende des Monats in ihre Saison, und die Schneemobilstrecke auf dem Langjökull fährt täglich vom Goldenen Kreis aus.
5. Die Klassiker auf der Winterroute
Der Goldene Kreis und die Südküste lassen sich im Februar wunderbar erkunden: Gullfoss halb eingefroren, Strokkur eruptiert durch Dampfwolken, schwarze Strände unter Schnee. Das zusätzliche Tageslicht im Vergleich zum Januar macht sogar eine Übernachtung in Jökulsárlón für geübte Winterfahrer wieder realistisch.
6. Pferde im Schnee
Islandpferde tragen im Winter extravagante Wintermäntel und die Farmen bieten ganzjährig Ausritte an. Ein Ritt durch weiße Felder im Februar auf einem Pferd, das seit 1.000 Jahren die besondere Tölt-Gangart beherrscht, ist ein ruhig-perfekter halber Tag.
7. Durch das Ende der Þorri-Saison schlemmen
Die Þorrablót-Festsaison zieht sich bis in den späten Februar: fermentierter Hai für Mutige, Räucherlammfleisch und Roggenbrot für alle anderen, Brennivín für beide. Bolludagur (Windbeuteltag), Sprengidagur (Tag des gesalzenen Fleisches mit Erbsensuppe) und Öskudagur (Islands verkleideter Aschermittwoch, an dem Kinder für Süßigkeiten singen) fallen je nach Jahr auf den Februar oder frühen März und bilden so eine dreitägige Abfolge essbarer Traditionen.
8. Strategisch Baden
Lagoon-Mathematik im Februar: das Abendbad im Sky Lagoon um 17:30 Uhr, die Mývatn Nature Baths, wenn du in den Norden fährst (halb so teuer wie die Blaue Lagune, ein Zehntel der Menschenmenge), und das unschlagbare Gefühl, einen Schneesturm aus einem 40 Grad heißen Whirlpool heraus zu beobachten.
Praktische Infos für den Februar
Die Winterfahrregeln gelten uneingeschränkt: 4WD, Winterreifen mit Spikes, jeden Morgen road.is prüfen und Puffertage einplanen. Pack die komplette Thermoausrüstung plus Badezeug. Die romantischen Hotels rund um den Valentinstag sind schnell ausgebucht (Nordlichter und Eishöhlen sind eine überzeugende Kulisse für einen Heiratsantrag, wie die Zahl der Februar-Verlobungen hier bezeugt). Ansonsten ist die Verfügbarkeit großzügig.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Februar ein guter Monat für einen Island-Besuch?
Eine der besten Winteroptionen: volle Eishöhlen- und Nordlichtsaison mit mehr Tageslicht und dem Winterlichterfestival obendrauf.
Februar oder März für Island?
Februar für garantierten Tiefwinter und Eishöhlen, März für mehr Tageslicht und sanftere Bedingungen. Die Nordlichtchancen sind in beiden Monaten gut.
Wie kalt ist Island im Februar?
Reykjavík liegt bei etwa minus 2 bis plus 3 °C (28 bis 37 °F), der Norden ist einige Grad kälter. Der Windchill ist die Zahl, die wirklich zählt.



