Islands Sehenswürdigkeiten sind nicht gleichmäßig verteilt, und genau dieser Umstand sollte jede Reiseroute prägen. Die meisten bekannten Highlights reihen sich entlang zweier Korridore auf: dem Golden Circle und dem Südküstenabschnitt der Route 1. Alles andere erfordert bewusstes Engagement, weshalb der Osten und die Westfjorde so herrlich unberührt bleiben.
Diese Seite ist die Planungskarte in Wortform: alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Islands, nach Regionen geordnet, mit den Fahrstrecken, die aus einer Wunschliste eine umsetzbare Route machen. Kombiniere sie mit der interaktiven Karte oben und speichere sie offline, bevor du fliegst (in ländlichen Gegenden ist das Handynetz real, aber in Fjorden unzuverlässig).
Wie du Islands Geografie liest
Route 1, der Ring Road, umrundet die Insel auf 1.322 km (821 Meilen). Reykjavík und der Flughafen Keflavík liegen in der südwestlichen Ecke, was bedeutet, dass im Südwestquadranten (Hauptstadt, Golden Circle, Südküste) 80 Prozent der Besucher 80 Prozent ihrer Zeit verbringen. Die Fahrtzeiten ab Reykjavík sprechen für sich:
- Golden Circle Rundfahrt: 3,5 Stunden Fahrt insgesamt
- Vík: 2,5 Stunden
- Jökulsárlón: 5 Stunden
- Akureyri: 5 Stunden
- Egilsstaðir (Osten): 8 Stunden
- Ísafjörður (Westfjorde): 6 Stunden
Die Faustregel: Unter 5 Tagen bleibt man im Südwesten. Bei fünf bis acht Tagen kommt entweder die gesamte Südküste oder Snæfellsnes dazu. Ab neun Tagen wird der Ring Road realistisch.
Region 1: Reykjavík und die Hauptstadtregion
Hallgrímskirkja, Harpa, der Sonnenwanderer, der alte Hafen mit seinen Walbooten, die geothermischen Pools der Stadt, die Sky Lagoon und die Wanderwege auf den Esja-Berg über die Bucht. Ein bis zwei Tage. Alle Details findest du in unserem Reykjavík-Reiseführer.
Region 2: Reykjanes-Halbinsel
Die Flughafenhalbinsel ist mehr als eine Transitzone: die Blaue Lagune, die Brücke zwischen den Kontinenten, Gunnuhvers sprudelnde Quellen, die Leuchtturmküste von Reykjanes und die jüngsten Ausbruchsstätten der Vulkansysteme Fagradalsfjall und Sundhnúkur. Beachte, dass der Zugang in der Nähe von Grindavík je nach laufender Vulkanaktivität variiert; den aktuellen Status findest du auf safetravel.is. Halber bis ganzer Tag, praktischerweise rund um An- oder Abreise einzuplanen.
Region 3: Der Golden Circle
Þingvellir Nationalpark (tektonischer Riss, Parlamentsstätte, Silfra-Schnorcheln), Geysir und Strokkur sowie Gullfoss. Die klassischen Ergänzungen: der Kratersee Kerið, die Secret Lagoon in Flúðir, Mittagessen im Tomatengewächshaus von Friðheimar und Brúarfoss, der blaueste Wasserfall des Landes. Ein voller Tag.
Region 4: Die Südküste (Hella bis Höfn)
Der dichteste Korridor an Sehenswürdigkeiten ganz Islands, von West nach Ost: Seljalandsfoss und Gljúfrabúi, Skógafoss, Sólheimajökull-Gletscher, Dyrhólaey, Reynisfjara und Vík, Fjaðrárgljúfur-Schlucht, Wanderwege in Skaftafell und Svartifoss, die Gletscherlagune Jökulsárlón, Diamond Beach und der Vestrahorn-Berg bei Stokksnes nahe Höfn. Mindestens zwei bis drei Tage; das ist die Strecke, bei der Tagesausflügler erschöpft aufgeben und Übernachtende gewinnen.
Region 5: Snæfellsnes-Halbinsel
Island im Miniaturformat, zwei Stunden nördlich der Hauptstadt: Kirkjufell und sein Wasserfall, der Gletscher-Vulkan Snæfellsjökull, der schwarze Kieselstrand Djúpalónssandur, der Kliffspaziergang von Arnarstapi nach Hellnar, die schwarze Kirche Búðakirkja und die Lavaröhre Vatnshellir. Ein langer Tag oder eine entspannte Übernachtung.
Region 6: Die Westfjorde
Der abgelegene Nordwesten: der Wasserfall Dynjandi, die Vogelklippen von Látrabjarg, der unwahrscheinliche rote Sandstrand von Rauðisandur, die Stadt Ísafjörður und das Naturreservat Hornstrandir, das nur per Boot und zu Fuß erreichbar ist. Zwei bis drei Tage, am besten im Sommer. Die Belohnung für die Fahrt: Islands großartigste Landschaft fast für sich allein.
Region 7: Nordisland
Akureyri (die nördliche Hauptstadt), Goðafoss, das gesamte Mývatn-Vulkangebiet, Walbeobachtung in Húsavík, Dettifoss (Europas mächtigster Wasserfall), Ásbyrgi-Schlucht in Hufeisenform und Siglufjörður auf der Trollhalbinsel. Zwei bis drei Tage. Der Norden vereint fast genauso viele Spektakel wie der Süden, bei einem Bruchteil der Besuchermengen.
Region 8: Der Osten
Seyðisfjörðurs Regenbogenstraße und Künstlergemeinschaft, die Papageientaucher-Kolonie in Borgarfjörður eystri, Eystrahorn als Nachbar von Vestrahorn, der Wasserfall Hengifoss, der Hallormsstaður-Wald und Rentiere (der Osten ist die einzige Region, in der sie umherstreifen). Ein bis zwei Tage, meist als ruhiges, erholsames Bein einer Ring-Road-Rundfahrt.
Region 9: Das Hochland (nur im Sommer)
Landmannalaugar, Þórsmörk, Askja, Kerlingarfjöll und der Laugavegur-Trek zwischen ihnen. F-Straßen öffnen ungefähr Ende Juni bis Anfang September und erfordern gesetzlich 4WD. Plane einen vollen Tag pro Ziel ein.
Deine Route anhand der Karte planen
- Zähle deine tatsächlichen Tage (An- und Abreisetage sind bestenfalls halbe Tage).
- Wähle ein Ankererlebnis (Eishöhle, Laugavegur, vollständiger Ring Road) und lass die Route dafür arbeiten.
- Übernachte entlang deiner Route, nicht an einer einzigen Basis, sobald deine Reise vier Tage überschreitet. Jeden Abend nach Reykjavík zurückzufahren ist der häufigste Reisefehler auf Island.
- Prüfe road.is und safetravel.is täglich. Die Karte ist fest; die Bedingungen nicht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Karten-App eignet sich am besten für Island?
Standard-Karten-Apps funktionieren gut zur Navigation. Kombiniere sie mit road.is für aktuelle Straßenbedingungen und vedur.is für das Wetter und lade Offline-Karten herunter, bevor du Reykjavík verlässt.
Kann man Islands wichtigste Sehenswürdigkeiten in 3 Tagen sehen?
Golden Circle, Südküste bis Vík und Reykjavík: ja. Darüber hinaus braucht es mehr Tage, nicht schnelleres Fahren.
Wie viele Tage braucht man für die gesamte Karte?
Zehn bis vierzehn Tage decken den Ring Road plus Snæfellsnes ordentlich ab. Die Westfjorde verdienen eine eigene Reise.



