Hier ist das offene Geheimnis über das teuerste Land in den Nordics: Fast alles, was Island sehenswert macht, ist kostenlos. Die Wasserfälle erheben keinen Eintritt. Die Strände haben kein Tor. Die Nordlichter haben nie eine Rechnung gestellt. Dein Geld verschwindet in Essen, Kraftstoff, Unterkunft und Touren, die Landschaft selbst kostet nichts außer Parkgebühren.
Dieser Ratgeber sammelt die besten kostenlosen Erlebnisse des Landes, dazu die Spartaktiken, die Einheimische wirklich nutzen.
Die Gratis-Ikonen
- Jeder große Wasserfall. Gullfoss, Seljalandsfoss, Skógafoss, Goðafoss, Dettifoss, Dynjandi: alle kostenlos, alle Weltklasse. Parkgebühren von ca. 750 bis 1.000 ISK (ca. 7 €) gelten an den bekannten.
- Reynisfjara und jeder schwarze Sandstrand. Die Basaltsäulen und Meerestürme nahe Vík kosten nichts. Auch Diamond Beach bei Jökulsárlón nicht, wo Eisberge auf dem Sand glitzern.
- Þingvellir Nationalpark. Den Grabenbruch zwischen Kontinenten an einem UNESCO-Welterbe zu begehen: kostenlos (Parkgebühr ca. 1.000 ISK (ca. 7 €)).
- Das Geysir-Areal. Strokkur bricht alle paar Minuten für ein Publikum aus, das nichts bezahlt hat.
- Die Nordlichter. Von September bis Mitte April, in klaren dunklen Nächten, ist die größte Lichtshow der Erde kostenlos für alle, die bereit sind, zehn Minuten aus der Stadt zu fahren.
- Die Mitternachtssonne. Junes goldene Stunde um 3 Uhr morgens kostet genauso viel.
Kostenlose Natur jenseits der Ikonen
- Wanderung nach Glymur, dem zweithöchsten Wasserfall Islands, auf einem Halbtagspfad mit Flussüberquerung (Sommer).
- Reykjadalur-Heißwasserfluss. Ein 45-minütiger Aufstieg von Hveragerði endet an einem geothermischen Fluss, in dem du kostenlos badest. Handtuch mitbringen und keine Spuren hinterlassen.
- Kirkjufell und die gesamte Snæfellsnes-Küste. Der meistfotografierte Berg Islands erhebt keine Gebühr.
- Fjaðrárgljúfur-Canyon, die moosige, mäandernde Schlucht östlich von Vík.
- Seltún und Gunnuhver-Geothermalgebiete auf Reykjanes: kochender Schlamm, dampfende Vents, null Eintritt.
- Wilder Strandspaziergang bei Rauðisandur, dem unwahrscheinlichen roten Sandstrand der Westfjorde.
Kostenloses Reykjavík
- Hallgrímskirkjas Kirchenschiff (der Turm kostet, die Kirche nicht), Harpas Glasfoyer und der Sólfar (Sonnenfahrer).
- Der Grótta-Leuchtturmspaziergang bei Ebbe, mit einem kleinen kostenlosen geothermischen Fußbad (Kvika) in den Felsen.
- Stadtstraßenkunst und der Alte Hafen, besonders das Grandi-Viertel.
- Der Tjörnin-Teich, die kostenlosen Ausstellungen des Stadthauses und das Austurvöllur-Platz-Treiben.
- Kostenlose Museumstage: Das Reykjavík Kunstmuseum und das Nationalmuseum haben an bestimmten Tagen freien Eintritt, aktuelle Zeiten prüfen.
Kostenlose Kultur
- Hot-Pot-Etikette als Touristenattraktion. Der Eintritt in städtische Pools ist nicht kostenlos (ca. 1.400 ISK (ca. 9 €)), aber mehrere natürliche Heißquellen im ganzen Land sind es: Hellulaug in den Westfjorden, Fosslaug bei einem Wasserfall im Norden. Schonend behandeln, sie überleben auf Vertrauen.
- Réttir, die September-Schafzusammentriebe, bei denen Besucher willkommen sind, beim Sortieren von Tausenden von Schafen zuzuschauen (und manchmal mitzuhelfen).
- Die Festivals: Reykjavík Culture Night im August, Winter Lights im Februar und Seafarers' Day im Juni sind allesamt kostenlose stadtweite Veranstaltungen.
Spartaktiken, die wirklich etwas bringen
Abgefülltes Wasser ganz vergessen, das Leitungswasser kommt vom Gletscher. Lebensmittel bei Bónus oder Krónan kaufen, nicht bei der 10-11-Convenience-Kette. Unterkunft mit Küchennutzung buchen und die Hälfte der Mahlzeiten selbst kochen. In der Nebensaison reisen (Mai, September, Oktober), wenn Zimmer 30 bis 40 Prozent günstiger sind. Tanken an unbemannten Orkan- oder ÓB-Zapfsäulen. Und nicht vergessen: Das günstigste Essen in Island ist immer noch der berühmte Hot Dog für ca. 700 ISK (ca. 5 €).
Häufig gestellte Fragen
Ist irgendwas in der isländischen Natur nicht kostenlos?
Eine Handvoll privat verwalteter Orte erhebt Eintritt oder Premiumparken (Kerið-Krater, ca. 600 ISK (ca. 4 €), ist das bekannteste Beispiel). Die überwiegende Mehrheit der Natursehenswürdigkeiten berechnet nur Parkgebühren, wenn überhaupt.
Wie viel sollte ich pro Tag in Island einplanen?
Ein vorsichtiger Reisender mit Mietwagen, Gästehaus-Unterkunft und Selbstverpflegung kann auf 20.000 bis 30.000 ISK (ca. 200 €) pro Tag für zwei Personen auskommen, ohne Touren.
Sind die kostenlosen Heißquellen legal nutzbar?
Die etablierten, ja. Immer Schilder, Privatgrundstücke und das Leave-no-Trace-Prinzip respektieren, mehrere beliebte Quellen wurden geschlossen, weil Besucher das nicht taten.



