Reykjavík im Dezember läuft auf vier Stunden Tageslicht und unbegrenzter Atmosphäre. Die Stadt kompensiert die Dunkelheit mit Lichtern über jeder Straße, dreizehn planmäßig ankommenden Trollen, aus Pools in die Gefrierluft aufsteigendem Dampf und einem Silvester, der einem fröhlichen stadtweiten Artilleriegefecht ähnelt. Es ist der charakteristischste Monat für einen Besuch der Hauptstadt. So nutzt du ihn.

Die Dezember-Highlights

1. Das weihnachtliche Stadtzentrum

Ab Ende November werden die Laugavegur und die umliegenden Straßen zu einer durchgehenden Lichtinstallation. Die riesige beleuchtete Weihnachtskatze streift über den Lækjartorg-Platz (in der Folklore frisst sie jeden auf, der zu Weihnachten keine neuen Kleider bekommen hat, was das isländischste Belohnungssystem aller Zeiten ist), eine Eisbahn öffnet auf Ingólfstorg, und die Weihnachtsmärkte auf Ingólfstorg und Hafnarfjörðurs Weihnachtsdorf laufen die Wochenenden durch die Saison.

2. Die Weihnachtsmänner treffen

Islands dreizehn Weihnachtsmänner kommen eine Nacht nach der anderen vom 12. Dezember an herunter: Löffelschlecker, Türenknaller, Wursträuber, Fensterspäher und Kollegen, jeder mit einer kriminellen Spezialität. Kinder stellen Schuhe für nächtliche Geschenke auf Fensterbänke. Das Nationalmuseum veranstaltet in der Saison tägliche Besuche der Weihnachtsmänner, und ihre Mutter Grýla, die ungezogene Kinder frisst, sorgt landesweit für Wohlverhalten.

3. Nordlichter vom Stadtrand

Achtzehn Stunden Dunkelheit sind Nordlicht-Gelegenheit. Die Stadtinnen-Option ist die Gegend um den Grótta-Leuchtturm; die bessere Option ist jede Tour oder kurze Fahrt über die Lichtglocke hinaus an einem klaren Abend. Check die vedur.is-Nordlichtvorhersage täglich und halte Abende flexibel.

4. Bäder und Lagunen im Schnee

Die Badesaison erreicht ihren Höhepunkt im Dezember: Sky Lagoons Unendlichkeitsrand im Sonnenuntergang um 15:30 Uhr, die Blaue Lagune unter frühen Sternen oder Sundhöllinns Dach-Whirlpool mit Schnee auf dem Kopf. Der Kontrast aus 38 Grad warmem Wasser und Gefrierluft ist der gesamte Sinn des isländischen Winters.

5. Konzerte und Weihnachtskultur

Harpa füllt den Dezember mit Weihnachtskonzerten von sinfonisch bis Pop, Kirchen veranstalten Chorабende (Hallgrímskirkjas sind leuchtend), und Museen veranstalten Ferienprogramme. Jólabókaflóðið, die Weihnachtsbücherflut, erreicht jetzt ihren Höhepunkt: Buchhandlungen bleiben bis spät geöffnet, weil Isländer noch immer Bücher zu Heiligabend verschenken und sie in derselben Nacht lesen.

6. Die Saison essen

Im Dezember lohnt sich die Suche nach: hangikjöt (geräuchertes Lamm), laufabrauð (hauchdünnes dekoriertes Fladenbrot), jólabland (das Orangen-Malz-Mischgetränk, das jeder Isländer verteidigt), Reispudding mit der versteckten Mandel, und die Schlange bei Brauð & Co ist irgendwie noch länger als sonst. Restaurants sind über die Feiertage ausgebucht; reserviere, bevor du fliegst.

7. Silvester

Die Legende stimmt. Das Drehbuch: Abendessen, Nachbarschafts-Lagerfeuer (brennur) ab etwa 20:30 Uhr, die gesamte Nation, die um 22:30 Uhr drinnen innehält, um die Áramótaskaup-TV-Jahresrückblick-Comedy anzuschauen, dann um Mitternacht zehntausende private Feuerwerkskörper, die gleichzeitig von jeder Straße der Stadt gezündet werden. Der Verkauf finanziert die freiwilligen Such- und Rettungsteams, also ist das Chaos wohltätig. Hallgrímskirkjas Umgebung bietet das klassische Panorama; jeder Hügel bietet ein privates.

Praktisches für Dezember

Tageslicht läuft zur Wintersonnenwende grob von 11:20 bis 15:30 Uhr: Plane ein Outdoor-Highlight pro Tag und nutz die langen Abende aus. Straßen vereisen, also pack Schuhspikes ein. Am 24. bis 26. Dezember sind Läden und viele Restaurants geschlossen oder verkürzt geöffnet (der Heiligabend-Abend ist die Hauptfamilienfeier); Touren laufen großteils durch. Hotelpreise sinken wunderschön Anfang Dezember und steigen für die Feiertagswoche.

Tagesausflüge, die im Dezember glänzen

Der Golden Circle in Winterkleidung, die gefrorenen Wasserfälle der Südküste, Eishöhlenwanderungen unter dem Mýrdalsjökull und Sky Lagoon laufen täglich. Unser vollständiger Dezember-in-Island-Guide zeigt das landesweite Bild.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich Reykjavík im Dezember?

Für Atmosphäre ist es wohl der beste Monat: Festbeleuchtung, Nordlichter, Bäder im Schnee und das Silvester-Spektakel.

Wie kalt ist Reykjavík im Dezember?

Milder als erwartet: typischerweise minus 2 bis plus 3 °C (rund 37 °F), wobei Windchill und Eis die eigentlichen Herausforderungen sind.

Ist über Weihnachten alles geöffnet?

Touren laufen größtenteils; Läden und Restaurants schließen früh am 24. und öffnen schrittweise ab dem 26. wieder. Reserviere Feiertagsessen weit im Voraus.